Küchengespräche

Bären auf der Ölspur

Posted in Allgemein by Bär Junior on 16. April 2011

Die Bad St. Leonharder Spitzenköche Josef und Seppi Trippolt wurden zu „Botschaftern der Steirischen Ölspur“ ernannt. Hier verraten die bärigen 3-Hauben-Köche ihre kulinarischen und kulturellen Hotspots von Stainz bis Eibiswald.

„Znachst han i a Roas gmacht ins steirische Land“, heißt es in einem bekannten Kärntner Lied. Diesem Text folgen auch die Spitzenköche Josef und Seppi Trippolt aus Bad St. Leonhard und fahren immer wieder gerne auf die Steirische Ölspur. Deshalb hat jetzt eine Delegation aus zehn steirischen Bürgermeistern zusammen mit „Ölbaron“ Gernot Becwar beschlossen, die bärigen Lavanttaler zu „Botschaftern der Steirischen Ölspur“ zu ernennen. Aber nicht nur die Trippolts sind Gäste der Steirischen Ölspur, sondern auch weitere, zahlreiche Wolfsberger. Kein Wunder, sind es ja nur 40 Autominuten über die Pack, die Hebalm oder die Weinebene. So trifft man im „Steirischen“ stets auf fröhliche Kärntner-Runden: Auf den Weinfesten in Stainz, entlang der herrlichen Blumenteppichen zu Fronleichnam in Hollenegg und Stainz, bei Sängertreffen, in den Buschenschänken usw. Das Schönste an der Steiermark ist laut Bären-Sepps jedoch: „Der Blick auf Kärnten“.

Top-Küche. Die Bären kehren auf der Ölspur ein. Am liebsten beim Wassermann-Wirt auf der Bioalm am Reinischkogel. „Hier gibt es ein perfektes Hirschcarpaccio, feine Kürbis-Gerichte und eine herzliche Gastgeber-Familie“, fasst Seppi Trippolt junior zusammen. Ebenfalls top: der „Rauchhof“ in Stainz, der bekannte „Jagawirt“ am Reinischkogel, die „Kaminstubn“ und das „Burgrestaurant“ in Deutschlandsberg.

Buschenschank. Eine feine Jause? Gerne! Gastronomie-Familie Trippolt hat den Buschenschank „Lamperti“ in Deutschlandsberg längst zum Hauben-Buschenschank ernannt. Josef Senior: „Ein herrliches Platzerl unter dem Nussbaum oder am Kamin, dazu eine Spitzen-Jause und feine Mehlspeisen.“ Die Dekoration: ein Blütenmeer! Spitzen-Buschenschänken: Weingut Oswald, auch genannt der „Trapl Edi“ in Lehstein bei St. Stefan oder der Buschenschank Klug-Voltl in Steinreib.

Wein kaufen. Schilcherfrizzante, Souvignon Blanc und Schilcher: Beim Weinkauf und Wein trinken führt kein Weg an Stefan Langmann in Langegg vorbei. Seine Weine gewinnen immer mehr Preise. Der Liebling der Trippolts: „Der fein perlende Muskateller-Sekt.“

Kernöl. Der Tipp der Trippolt-Sepps: „Auf der Ölspur gibt es gleich fünf spannende Kernölmühlen. Da kann man den Ausschlägern gleich bei der Arbeit über die Schulter schauen.“ Der Duft des frischen Kürbiskernöles: „Ein Traum!“ Außerdem gibt es 13 Ölspur-Bauern entlang der Ölspur. Da kann man gleich einen Liter des „Grünen Goldes“ einpacken.

Kultur. Schloss Stainz thront über den idyllischen Ort und besticht durch Ausstellungen und seine Geschichte. Seppi Trippolt junior empfiehlt das „Theater im Kürbis“ in Wies: „Die grandiosen Eigenproduktionen sprechen für sich.“ Ein Stück Weltkultur findet sich im Laubdorf St. Ulrich – das Greithhaus. Internationale Künstler wie Nitsch, Spoerri, Hrdlicka, Staudacher & Co stellen aus. Idyllisch: die Lebensschmiede und das Greißlermuseum in Schwanberg.

Kinderprogramm: Ein Highlight für die Kleinen: der Stainzer Flascherlzug. Mit den kunterbunten Waggons geht es elf Kilometer durch die Schilcherregion. Von Stainz nach Preding und wieder retour. Oder das Feuerwehrmuseum in Groß St. Florian.

Besonderheiten. Seppi Trippolt: „Was man auf der Ölspur nicht erwartet: ein buddhistisches Zentrum in Garanas und Bad Gams sowie einen keltischen Baumkreis in Gundersdorf.“ Top: das Moorbad im Kloster Schwanberg.

Nicht verpassen. Eines der Wein- oder Kürbisfeste besuchen, eine Kernölmühle zu besichtigen, durch die Altstadt von Deutschlandsberg spazieren, die Fronleichnams-Blumenteppiche in Hollenegg, Eibiswald bewundern, Trachten shoppen in Stainz.

Steirische Ölspur
Bei der Steirischen Ölspur handelt es sich um einen ganz besonderen Themen- und Erlebnisweg, 30 Kilometer südwestlich von Graz. Sie beginnt in Stainz und führt mitten durch die Genussregion Steirisches Kürbiskernöl sowie durch die Region Schilcherland bis nach Eibiswald. Wer gehört dazu? 5 Ölmühlen, 10 Ölspurgemeinden, 13 Ölspurbauern, 20 Ölspurwirte und NEU seit April diesen Jahres die 2 Ölspur-Botschafter außerhalb der Steiermark in Kärnten und Wien. Was alle miteinander verbindet? Ihr klares Bekenntnis zur Region, zum Produkt und zur Qualität. Im Mittelpunkt steht als kulinarisches Aushängeschild das Steirische Kürbiskernöl g.g.A.

Tel. +43(0)3465/7038, Mobil +43(0)664 121 5508

www.oelspur.at

 

Wussten Sie, dass . . .
Kleidungsstücke mit dunkelgrünen Kernölflecken ganz schnell wieder sauber werden? Hängen Sie die Wäsche einfach in die Sonne! Die Strahlen ziehen die Flecken förmlich heraus.

Wussten Sie, dass . . .
auf der Steirischen Ölspur nicht nur Blaue Wildbacher-Trauben und Ölkürbisse wachsen, sondern auch Kiwano, Pak Choi, Pepino und Tamarillos? In der Versuchsstation für Spezialkulturen in Wies werden Pflanzen aus aller Welt kultiviert.

Wussten Sie, dass . . .
der Name des Stainzer „Flascherlzugs“ auf der Ölspur aus der Zeit stammt, als in Rachling der Wunderdoktor „Höllerhansl“ (1866-1935) praktizierte. Er genoss den Ruf, aus dem Harn der Menschen, Krankheiten zu erkennen. So reisten viele Leute mit der Schmalspurbahn an, und hatten im Handgepäck ein besonderes Flascherl mit.

Wussten Sie, dass . . .
nur wo die Bezeichnung „Steirisches Kürbiskernöl g.g.A“ draufsteht, auch hundert Prozent steirisches Kürbiskernöl drinnen ist? Achten Sie auf die Banderole!

Wussten Sie, dass . . .
dass bei Napoleons Kaiserkrönung 50 Sulmtaler Hendl und 150 Kapaune verspeist wurden? Nachdem das schmackhafte und begehrte Geflügel fast in Vergessenheit geriet, feiert es weltweit in den Gourmetlokalen ein Comeback. Bei uns ist das Sulmtaler Hendl zu Hause.

Wussten Sie, dass . . .
die Kürbisse in der Schilcherregion auch „Plutzer“ genannt werden? Plutzer bedeutet eigentlich „großer Kopf“.

Wussten Sie, dass . . .
der Schilcher nicht unbedingt ein rescher Jausenwein sein muss? Als Rotwein erfreut er mit seiner Dichte, als perlender Sekt oder Frizzante genießt man ihn als herrlichen Aperitiv.

Wussten Sie, dass . . .
die Steirische Ölpur internationales Format beweist? So stellen weltbekannte Künstler immer wieder im Greith-Haus in St. Ulrich aus, das Kürbiskernöl wird mittlerweile von New York bis China verkauft und in Garanas befindet sich ein buddhistisches Zentrum.

Wussten Sie, dass . . .
Der Obmann der Steirischen Ölspur, Gernot Becwar, auch Ölbaron genannt wird? Das liegt an seinem unglaublichen Engagement für das Steirische Kürbiskernöl.

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