Küchengespräche

Bärige Ostern

Posted in Einfach bärig by Silvia on 31. März 2010

Darauf freuen sich die Bären das ganze Jahr über: auf den herrlichen, saftigen Osterschinken. Selbst gemacht. Unser Weihkorb ist so schwer, dass Maria und ich ihn vierhändig zur Kirche schleppen müssen. Denn mit uns kennt Sepp Senior keine Gnade. Jedes Osterei und jedes Paar Selchwürste packt er uns Damen des Hauses in den Korb. Und nach der Segnung wartet der Spitzenkoch bereits ungeduldig bei der Aufschneide-Maschine, um den Osterschinken endlich zu probieren. Jedes Jahr zittert der Senior-Bär, ob der Schinken wohl schmeckt. Oh ja, das tut er. Ganz verlässlich.

Der Kärntner Reindling. Das ganze Jahr über ist er eine Besonderheit auf dem Tisch und zu Ostern ein Muss im Weihkorb bei der traditionellen Osterjause. Köstlich: Mit viel Zimt und Rosinen gefüllt. Auf den lockeren Reindling kommt viel saftiger Schinken drauf.

Für die Steirerin in der Familie gibt es ein Osterbrot wie es ihn in der südlichen Weststeiermark gibt. Herrlich!

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Ach du dickes Ei!

Posted in Einfach bärig by Silvia on 31. März 2010

Ostereier-Färben ist Silvia-Sache. Obwohl Seppi ja viel besser mit dem Pinsel umgehen kann. Ich färbe die gekochten Eier immer mit natürlichen Materialien: Zwiebelschalen (orange, rotbraun), roten Rüben (violett, rot-braun), Schwarztee (Erdtöne), Spinat (grünlich) und schwarzem Holunder (rot-violett bis taubenblau). Am Gründonnerstag oder Karfreitag geht es dann bei uns zu wie in einer Hexenküche.

Die Eier sauber abbürsten und ca. 10 Minuten kochen. Wasser mit den Zwiebelschalen, den zerkleinerten roten Rüben usw. aufkochen und kühl werden lassen. Die Menge bitte beliebig wählen, je nachdem wie intensiv man die Farbe wünscht. Eier mit einer dunkleren Schale nehmen die Farbe am besten an. Einfach ausprobieren: Schief gehen kann gar nix! Denn die Schattierungen und Nuancen machen die Ostereier ganz besonders.

Wer sich wundert, dass ich hier nicht sonderlich schwanger aussehe: Das Foto stammt aus dem letzten Jahr. Auf jeden Fall ist unser Julius schon unglaublich aufgeregt, wo denn der Osterhase sein Nesterl versteckt.

Gefunden!

Wussten Sie, dass . . .

Posted in Einfach bärig by Silvia on 20. Januar 2010

Wussten Sie, dass keiner der beiden Sepps ohne Kärntner-Lieder auch nur eine einzige Kärntner-Nudel machen kann? Liegt daran, dass beide unglaublich musikalisch sind.

Wussten Sie, dass Sepp junior in der Schule „Wursti oder Schweinsbraten-Seppi“ gerufen wurde, Sepp senior „Salami-Pepi“ und ebenfalls „Wursti“. Eine Anspielung auf den elterlichen Fleischhauerbetrieb.

Wussten Sie, dass das Geheimnis der guten Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn einem Ahorn im Garten zu verdanken ist? Sepp senior ist nach hitzigen Diskussionen mit seinem Sohn zum Dampf ablassen in den Hof  gegangen und hat in den Baum getreten. Mittlerweile steht der Ahorn nicht mehr. Die Zusammenarbeit funktioniert jedoch prächtiger denn je.

Foto: Ernst Peter Prokop, http://www.fotoprokop.com

Wussten Sie, dass Seppi Juniors Hemden während der Lehrzeit am Arlberg Hospiz verdächtig nach Selchwürsten rochen? Denn die kulinarischen Versorgungspakete von Maria und Josef Senior stapelten sich im Kleiderkasten und versorgten das halbe Hospiz mit.

Wussten Sie, dass die Küche im Trippolt-Haus auch „Bärenhöhle“ genannt wird? Dementsprechend gibt’s auch keinen Betriebsurlaub, sondern einen Winterschlaf.

Wussten Sie, dass der Name „Zum Bären“ während einer gewichtigen Liftfahrt entstand? Vier kiloreiche Freunde, darunter Sepp senior, überboten die Nutzlast eines Liftes um ein Drittel (bei einer Nutzlast von 450 kg!). Daraufhin Sepp senior: „Wir san schon ane Bären.“

Wussten Sie, dass Seppi Junior zu Beginn seiner Karriere sehr  medienscheu war? 2008 hat er eine Journalistin geheiratet.

Wussten Sie, dass sich die Bärenbande vergrößert? Silvia und Seppi erwarten im Juli 2010 wieder Nachwuchs.

Alle guten Dinge sind drei? Nicht ganz. Im Juli bekommen wir wieder Nachwuchs!

Sprechen Sie JULIANISCH?

Posted in Kleiner Gourmet by Silvia on 29. Oktober 2009

Julianisch hat nix mit Latein, einem Kalender oder Julius Cäsar zu tun, sondern mit der Sprache unseres Sohnes Julius. Die ist, zugegeben nicht immer ganz zu verstehen.

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Hier die Übersetzung im Bereich der Kulinarik:

Mmmmhhh          Schmeckt gut!

Wäh                        Igittigitt, sofort weg damit!

Ja, jaaaa                Ich will mehr!

Mamamamam      Jetzt gibt es, glaub‘ ich was zu essen

Nül                           Nudel

Kisot                        Risotto („nich Kisot“ heißt dementsprechend „Heute kein Risotto“)

Babababa               Ich esse nur  mit meiner Barbapapa-Gabel

Patzzzzz                  Da ist was auf den Boden gefallen („Patzzzzzzz Babababa“ – die Gabel liegt auf dem Boden)

Tä-Ti                        Der Teddy mag auch was essen („Tä-Ti wäh“ – der Teddy hat doch glatt in die Hose gemacht)

Bi-Te                       Bitte raus! (Aus dem Hochstuhl)

R, A, U, SSSS        Raus, sofort! (Aus dem Hochstuhl)

Pepi                          Papa Seppi hat gekocht

Das kommt nicht in die Tüte

Posted in Kleiner Gourmet by Silvia on 29. Oktober 2009

Zugegeben, ist es einigen Bekannten von uns peinlich, wenn sie den jungen Bären und mich auf der Straße treffen. Das hat wohl mit den knisternden McDonalds-Tüten in deren Händen zu tun. Dann kommt das Gespräch, das kommen muss: „Jaja, wartet nur bis euer Sohn Julius größer ist. Dann könnt ihr auch nicht anders.“ Oder: „Wir haben immer gesagt: Niemals! Aber die Kinder wollen einfach nur Junkfood.“ Tja. Daraufhin hat eine der bekannten Damen unserem Julius ein Pommes Frittes gegeben. Ohne uns zu fragen. Ich war so stolz auf mein Kind, als es laut „Nein“ brüllte und das pappige Kartoffelzeug ausspuckte.

Ab 7. Oktober: Alles bleibt besser

Posted in Einfach bärig by Silvia on 30. September 2009

Wir sind noch immer ein Nichtraucher-Lokal.
Wir nehmen noch immer keine Kreditkarten.
Wir führen unseren Betrieb noch immer auf die gleiche, altmodische und liebenswerte Weise.
Wir stehen noch immer zu unserer persönlichen Handschrift.
Wir servieren noch immer Genuss mit allen Sinnen.

Jedoch: Wir haben ab jetzt eine Homepage. Diese.
Sie ist ganz nach unserem Geschmack. Nach Ihrem hoffentlich auch.

Viel Vergnügen beim Schmökern und Gustieren!

Ab 7. Oktober sind wir wieder für Sie da. Wir freuen uns.

Wir starten frisch in den Genuss-Oktober und freuen uns auf Sie!

Bärige Familienbande: Wir starten frisch in den Genuss-Oktober und freuen uns auf Sie!

Prickelndes Lavanttal

Posted in Unterwegs by Silvia on 28. September 2009

Fruchtig, frisch und zart perlend. Der Apfelfrizzante von Dominikus Spendel ist einer unserer Lieblingsaperitife im Restaurant. Deshalb servieren wir Ihnen auch in diesem Herbst mit Freude ein Gläschen. Letzte Woche hat uns Familie Spendel zu sich eingeladen. In ihr bezauberndes Gehöft unweit des Stiftes St. Paul im Lavanttal. Es ging mit den Gastgebern durch Haus und Hof: Julius rannte sofort in Richtung „Muh“ zu den Kühen im Stall, Seppi zog es gleich zu Schnapskessel & Co und ich bewunderte die vielen Kunstwerke von Juliana Spendel, der Hausherrin.

Juliana und Dominikus Spendel. Sie verbinden Kunst und Kulinarik im Lavanttal.

Juliana und Dominikus Spendel aus St. Paul im Lavanttal. Sie verbinden Kunst und Kulinarik mit ihren wunderbaren Produkten: Schnaps, Most, Saft, Obstwein, Frizzante, Salami und außergewöhnliche Bilder

Aromen der Lavanttaler Äpfel. Was wir am Apfelfrizzante  lieben: Die feine Moussierung, die für besondere Frische und Finesse sorgt. „Die zarten Perlen kommen auf natürlichem Wege zustande.“ Erklärt Dominikus Spendel. „Durch eine zweite Gärung des Apfelmostes entsteht eine leichte Kohlensäure.“ Top: Im Bouquet und am Gaumen zeigen sich die fruchtigen Aromen der Lavanttaler Äpfel. Der Alkoholgehalt liegt bei sechs Prozent. Der Apfelfrizzante passt nicht nur ins Hauben-Restaurant, sondern auch zur Brettljause. So haben wir am Hof der Spendels die grandiose Mostsalami verkostet. Auf 100 Kilo Schweine- und Rindfleisch kommt ein Liter Most.

Most mit Potenzial. Was gibt es sonst noch? Apfel- und Birnensäfte, Apfel- und Birnenwein, Most und Schnäpse. Die Sorten: Apfel (Lavanttaler-Bananenapfel, Gravensteiner, Jonagold), Birnen (St. Pauler Weinbirne, Österreicher Birne), Quitte, Zwetschke, Kriecherl und Kirsche. Was Dominikus Spendel freut: „Dass die Leute wieder das Potenzial des Mostes erkannt haben.“ Und dass sie ihn trinken. Wir auch.

Dominikus Spendel im Herzstück seines Hauses: der Schnapsbrennerei

Dominikus Spendel im Herzstück seines Hauses: der Schnapsbrennerei

Kunst am Hof. Auf gekonnte Weise verbindet Juliana Spendel Kunst und Kulinarik am Hof. Die feinsinnige Lehrerin hat den traditionellen Bauernhof mit ihren farbenfrohen, modernen Bildern gespickt. Auf welches Element die Künstlerin in ihren Werken nicht verzichten kann? Auf den Baum. „Denn er begleitet uns auf dem Hof ein ganzes Leben lang.“ Selbst im Logo findet man einen abstrakten Obstbaum. Wer etwas ganz Besonderes zum Schenken sucht: Die wunderschönen, kunstvollen Verpackungen von Juliana Spendel sind einzigartig!

Führungen und Verkostungen ab 5 Personen
Dominikus Spendel
Legerbuch 30, 9470 St. Paul
Tel. (0 43 57) 39 32
http://www.spendel-schnaps.at


Der Bär in Schneyders Buch

Posted in Einfach bärig by Silvia on 26. September 2009

Der bekannte Journalist und Buchautor Achim Schneyder hat sein neuestes Werk präsentiert: „Kärnten, Küche und Kultur“. Erschienen ist das Buch im Carinthia-Verlag. Kein Kärntenführer im herkömmlichen Sinne, sondern eine sinnliche, kulinarische und literarische Reise durch das südlichste Bundesland Österreichs. Mit viel Charme und Witz. Eine Genuss-Tour, die Appetit macht. Mit herrlichen Bildern von Rudolf Semotan.

Für die Bären eine große Ehre: Uns wurde gleich ein ganzes Kapitel gewidmet. Auf seine unterhaltsame, lockere und leichte Art erzählt Schneyder, wie der Bär in Bad St. Leonhard zu seinem Namen kam. Oder warum beide Bären, Josef Trippolt Junior und Senior, in der Schule „Wursti“ oder „Salami Pepi“ genannt wurden. Weiters fragt sich der Autor, warum Seppi juniors Hemden in der Lehrzeit verdächtig nach Selchwürsten rochen.

Das Buch und die Antworten bekommen Sie im Fachhandel oder auch bei uns im Restaurant.

Achim Schneyder: „Kärnten, Küche und Kultur“. Carinthia Verlag. 200 Seiten. 24,95 Euro.

Schneyders Werk . . .

Schneyders Werk und wir sind mit dabei. In einem wunderbaren Kapitel über die Bären.